Der Abbau des Windparks Milán auf Menorca hat begonnen.
Im Zuge der Arbeiten werden die drei verbleibenden Windkraftanlagen entfernt und das Gebiet für zukünftige Projekte im Bereich erneuerbarer Energien vorbereitet.
PalmeDer Abbau der Windkraftanlagen im Windpark Milán begann am Montag, nachdem die Anlage aufgrund des Endes ihrer Nutzungsdauer und der Erklärung ihrer wirtschaftlichen Unrentabilität über ein Jahr lang außer Betrieb war. Laut dem Inselrat von Menorca ist die Maßnahme Teil des Energieentwicklungsplans der Institution. Ziel ist es, die bestehende Infrastruktur anzupassen und das Gebiet für zukünftige Projekte im Bereich erneuerbarer Energien vorzubereiten. Die Arbeiten werden von der Firma Asefa durchgeführt. Der zwischen 2003 und 2004 errichtete Windpark bestand aus vier Turbinen des Typs MADE AE-59 mit einer Nennleistung von je 800 kW und einer Gesamtkapazität von 3,2 MW. Er speiste von 2004 bis zu seiner Stilllegung im Jahr 2023 Strom in das Netz ein, kurz vor Erreichen der geplanten 20-jährigen Lebensdauer. Eine der vier Windkraftanlagen war bereits Ende 2022 aufgrund von strukturellen Schäden abgebaut worden. Im Dezember wurden Vorarbeiten für die Installation der schweren Maschinen durchgeführt, die am vergangenen Wochenende auf der Insel eintrafen. Laut Simón Gornés, dem Inselrat für Umwelt, Biosphärenreservat und Zusammenarbeit, wurden 400- und 100-Tonnen-Krane mobilisiert, um die drei verbleibenden, jeweils rund 86 Tonnen schweren Anlagen sicher zu demontieren. Der Abbau ist wetterabhängig, da bei Windgeschwindigkeiten über 18 km/h nicht gearbeitet werden kann. Bei günstigen Wettervorhersagen für die kommenden Tage ist die Demontage des ersten Rotors und seiner Schaufeln für diesen Montag geplant. Die Demontage der restlichen drei Turbinen soll im Laufe der Woche abgeschlossen werden. Der Demontageauftrag, der vom Menorca Waste and Energy Consortium vergeben wurde, wurde im Mai 2025 für 760.282 € ausgeschrieben. Das Projekt umfasst die Ausarbeitung der Projektplanung, den Abbau der Windkraftanlagen, Fundamente, Gräben und Kabel sowie die fachgerechte Entsorgung aller Materialien in autorisierten Recycling- oder Aufbereitungsanlagen. Nach dem Abbau der Anlagen werden die Komponenten zur technischen Weiterverarbeitung oder Integration in autorisierte Recyclingkreisläufe auf das spanische Festland transportiert. Die Arbeiten vor Ort werden voraussichtlich etwa einen Monat dauern, wobei logistische Aufgaben länger in Anspruch nehmen können. Der Präsident des Inselrats von Menorca, Adolfo Vilafranca, betonte, dass diese Maßnahme Teil des Energiefahrplans der Insel sei, der auf den Übergang zu einem nachhaltigeren Modell abziele, und hob hervor, dass sie „einen weiteren Schritt zur Modernisierung der Energieinfrastruktur Menorcas“ mit maximalem Potenzial darstelle.