Stierkampf

Berichten zufolge gibt es neue Werbeaktionen für Minderjährige, die einen Stierkampf in Inca besuchen.

Die Organisation weist darauf hin, dass der UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes ein Mindestalter von 18 Jahren für die Teilnahme an oder den Besuch von Stierkampfveranstaltungen empfiehlt und appelliert an die Regierung.

09/03/2026

PalmeDie Franz-Weber-Stiftung rief am Montag dazu auf, die Frage zu überdenken, ob Minderjährige Zugang zu Stierkämpfen haben sollten, wie beispielsweise dem für den 29. März in Inca geplanten Stierkampf. Anlass war eine erneute Warnung des UN-Ausschusses für die Rechte des Kindes vor einem Monat. In seinen jüngsten abschließenden Bemerkungen zu Spanien bezog sich das UN-Gremium explizit auf Stierkämpfe im Abschnitt über „Gewalt gegen Kinder“. Der Ausschuss äußerte seine Besorgnis darüber, dass Kinder „Gewalt und Tod von Teilnehmern bei populären Stierkämpfen im ganzen Land“ miterleben.

Aus diesem Grund bekräftigt die internationale Organisation ihre bereits 2018 ausgesprochenen Empfehlungen und fordert den Staat – sowohl auf nationaler als auch auf regionaler Ebene – dringend auf, ein Mindestalter von 18 Jahren für die Teilnahme an Stierkampfveranstaltungen, Festivals und Schulveranstaltungen ausnahmslos festzulegen. Darüber hinaus ruft sie zu Aufklärungskampagnen für Amtsträger, Medien und die breite Öffentlichkeit auf, um die negativen Auswirkungen der mit dem Stierkampf verbundenen Gewalt auf Kinder, einschließlich der Zuschauer, zu verdeutlichen. Laut der Franz-Weber-Stiftung unterstreicht diese neue Warnung auch die Mitverantwortung der autonomen Gemeinschaften in dieser Angelegenheit. Die Organisation weist darauf hin, dass der Zugang von Kindern und Jugendlichen zu solchen Veranstaltungen ihre Grundrechte verletzen könnte und appelliert daher an die katalanische Regierung, keine Aktivitäten zu fördern oder zu unterstützen, die die Entwicklung von Minderjährigen negativ beeinflussen könnten. Im Fall des in Inca geplanten Stierkampfs stellt die Organisation fest, dass jungen Menschen Ermäßigungen angeboten werden, ohne deren Alter zu nennen. Darüber hinaus warnt die Organisation davor, dass der Kulturgutschein – der auch Minderjährigen zugänglich ist – zum Kauf von Saisonkarten oder Einzeltickets für diese Veranstaltung verwendet werden könnte. Es sei daran erinnert, dass das Parlament der Balearen 2024 eine Gesetzesänderung verabschiedete, die es Minderjährigen erlaubt, Stierkämpfe zu besuchen, fast drei Jahrzehnte nach einem teilweisen Verbot. Laut der Organisation wurde diese Entscheidung von Experten und Spezialisten für Kinderschutz kritisiert. Die Warnungen des UN-Ausschusses stehen im Kontext der möglichen Nichteinhaltung der UN-Kinderrechtskonvention, die Spanien in den 1990er Jahren ratifiziert hat und deren Umsetzung in nationales Recht sowohl in der Verfassung als auch in anderen organischen Gesetzen vorgeschrieben ist.