Schüler aller weiterführenden Schulen fordern eine tägliche Sondermahlzeit: Jeder vierte Schüler einer weiterführenden Schule auf den Balearen isst alleine.

Die Analyse zeigt, dass das aktuelle Angebot der Schulkantinen weder als Mittagessen konzipiert noch als solches wahrgenommen wird.

ARA Balears
11/03/2026

PalmeDas Netzwerk „Feeding the Future“ forderte am Mittwoch die Gewährleistung des Rechts auf ein gesundes Mittagessen für Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe auf Mallorca und schlug vor, alle Schulen zur Einführung eines festen Mittagsmenüs zu verpflichten. Laut dem Bericht isst derzeit jeder vierte Schüler allein zu Mittag, und von den 40 Schulen verfügt nur eine über eine Cafeteria und sieben bieten ein festes Mittagsmenü an. Schulkantinen als Mittagsräume – Empfehlungen für die Umgestaltung in gesunde, nachhaltige und lehrreiche RäumeDie Autoren der Studie – der Elternverband Mallorcas (FAPA), das Balearische Berufskollegium für Diätologen und Ernährungswissenschaftler sowie die Forschungsgruppe für Globale Gesundheit der Universität der Balearen – fordern die Einrichtung von Schulkantinen an weiterführenden Schulen, wo Bedarf besteht. Laut der Studie essen 92 % der Schüler zu Hause; jeder Vierte isst allein, und 30 % der Alleinessenden greifen zu Fertiggerichten oder belegten Broten. Nur eine weiterführende Schule auf Mallorca verfügt über eine Schulkantine. Die sechs integrierten Primar- und Sekundarschulzentren (CEIPIESO) und die drei weiterführenden Schulen (IES) sind berechtigt, ihren Schülern den Verzehr in der Kantine ihrer jeweiligen Schule zu gestatten. Darüber hinaus gibt es 68 weiterführende Schulen mit Kantinenbetrieb, aber nur 40 % bieten ein Mittagessen an, und die meisten schließen um 14 Uhr.

Gesunde Snacks

Die Studie hebt außerdem hervor, dass laut Angaben des Ministeriums für Bildung und Universitäten nur sieben Schulen täglich eine Mahlzeit oder einen gesunden Snack anbieten. 27 Schulen bieten zwar ein belegtes Brötchen mit Wasser und Obst an, doch ist dies nicht immer zur Mittagszeit verfügbar. Das Netzwerk kritisiert dies als vernachlässigten Bedarf, da 85 % der weiterführenden Schulen irgendeine Form von Nachmittagsbetreuung, Lernförderung oder außerschulischen Aktivitäten anbieten. Die Analyse zeigt, dass das aktuelle Angebot in den Schulkantinen weder als Mittagessen konzipiert noch als solches wahrgenommen wird. Dies bedeutet, dass Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe keine gesunde, ausgewogene und ausreichende Mittagsverpflegung in der Schule erhalten. Ernährungsproblem

Sie warnen davor, dass die Umgestaltung der Schulkantinen zur Behebung dieses Mangels „nicht nur eine Frage der Ernährung, sondern ein Gebot der sozialen Gerechtigkeit und des Rechts auf Gesundheit und Bildung für alle Schülerinnen und Schüler ist, unabhängig von ihrem sozioökonomischen Status“. Sie schlagen außerdem vor, den Zugang der Schülerinnen und Schüler zu den Kantinen der örtlichen Grundschulen zu erleichtern und die derzeit wenig genutzte finanzielle Unterstützung für das tägliche Schulmittagessenprogramm zu fördern, damit sie alle Bedürftigen erreicht. Laut der Studie wissen 85,7 % der Schülerinnen und Schüler nicht, dass diese Unterstützung existiert, die im Schuljahr 2022/23 eingeführt wurde.