Arrels Marines fordert aufgrund der Umweltauswirkungen einen Stopp des Ankerplatzprojekts Formentor.
Die Organisation warnt vor fehlender Umweltverträglichkeitsprüfung und dem Vorkommen von „Cymodocea nodosa“ im betroffenen Gebiet
PalmeRaíces Marines hat Ports IB aufgefordert, das Projekt zur Umstrukturierung des Bojenfelds in der Bucht von Formentor zu stoppen, um die Umweltauswirkungen zu bewerten und Alternativen mit geringeren Auswirkungen auf den Meeresboden zu untersuchen. Das Projekt sieht die Installation von 29 großen Betonblöcken (1,71 x 1,71 x 0,5 Meter) zur Schaffung eines Bojenfelds vor. Laut der Organisation enthält die analysierte Dokumentation weder eine Umweltverträglichkeitsstudie noch ein zugehöriges Dokument, anhand dessen sich feststellen ließe, ob das Vorhaben das erforderliche Bewertungsverfahren durchlaufen hat. Raíces Marines warnt zudem davor, dass das Projekt weder eine ausreichende Charakterisierung des Meeresbodens noch eine Beschreibung der dort vorkommenden benthischen Lebensräume beinhaltet. In diesem Zusammenhang weist die Organisation auf das Vorhandensein von Seegraswiesen hin. Cymodocea nodosa in der Bucht von Formentor, die im Projekt weder erwähnt noch kartiert sind.
Die Organisation weist außerdem darauf hin, dass das neue Königliche Dekret 191/2026 vom 11. März den Schutz dieser Art erweitert und spezifische Maßnahmen zum Schutz von Seegraswiesen festlegt. Laut Arrels Marines macht diese Gesetzgebung das geplante Vorhaben unmöglich, insbesondere in Gebieten, in denen diese Meerespflanze vorkommt.
Hinsichtlich der technischen Lösung ist die Organisation der Ansicht, dass die Installation von Betonblöcken in einem Gebiet mit gemischtem Untergrund aus Sand und Seegraswiesen nicht als umweltschonende Option gelten kann. Sie kritisiert das Projekt außerdem dafür, dass es weniger aggressive Alternativen wie umweltschonende Verankerungssysteme nicht in Betracht zieht und die Wahl des aktuellen Vorschlags nicht begründet.
Angesichts dieser Situation hat Arrels Marines Ports IB aufgefordert zu prüfen, ob das Projekt einer Umweltverträglichkeitsprüfung unterzogen wurde und, falls nicht, die Maßnahmen rückgängig zu machen, um den Vorschriften zu entsprechen. Sie fordert außerdem die vorsorgliche Aussetzung der Bearbeitung oder Durchführung des Projekts, um potenziell irreparable Schäden zu verhindern.
Die Organisation fordert zudem die Einbeziehung einer umfassenden Umweltstudie, die die Charakterisierung des Meeresbodens und die Kartierung der Cymodocea nodosa, die Analyse der Auswirkungen und die Festlegung von Präventivmaßnahmen sowie die Bewertung umweltfreundlicherer technischer Alternativen.