Anführer einer Dschihadistenzelle, die einen Anschlag in Spanien plante, wurde in Palma festgenommen.
Im Zuge der Anti-Terror-Operation wurden in Marokko zwei weitere Personen festgenommen.
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PalmeDie spanische Nationalpolizei hat am Mittwoch in Palma den mutmaßlichen Anführer einer mit dem Islamischen Staat verbundenen Dschihadistenzelle festgenommen. Laut Ermittlungen finanzierte die Zelle Terrorismus und plante einen möglichen Anschlag in Spanien. Die Festnahme erfolgte in einer Wohnung in der Gabriel-Maura-Straße 3 in der Hauptstadt der Balearen im Rahmen einer gemeinsamen Operation mit marokkanischen Behörden. Der auf Mallorca festgenommene Mann gilt als Anführer dieses mutmaßlichen Netzwerks und soll laut Polizeiangaben einen Terroranschlag nach dem Muster eines Einzeltäters geplant haben. Die Operation wurde vom spanischen Nationalgericht geleitet und war unter Beteiligung des Zentralen Informationskommissariats und der Provinzialen Informationsbrigade durchgeführt.
Gleichzeitig verhafteten marokkanische Behörden in Tanger im Norden des Landes zwei weitere Personen, die mutmaßlich derselben Zelle angehörten. Laut dem marokkanischen Zentralbüro für gerichtliche Ermittlungen (BCIJ) sollen die Verhafteten Dschihadisten in Gebieten wie der Sahelzone südlich der Sahara und Somalia finanziell und logistisch unterstützt haben. Die Ermittlungen deuten darauf hin, dass die Zelle koordiniert zwischen Marokko und Spanien operierte und der Dschihadistenorganisation Islamischer Staat (IS) angehörte. Die Operation ist Teil präventiver Maßnahmen zur Terrorismusbekämpfung, die darauf abzielen, potenzielle Bedrohungen zu neutralisieren und extremistische Netzwerke zu zerschlagen. Die marokkanischen Behörden betonten die Bedeutung der Zusammenarbeit mit Spanien in diesem Bereich und wiesen darauf hin, dass diese Kooperation seit 2014 zur Zerschlagung von mehr als dreißig Terrorzellen geführt hat. Die Verhaftung in Palma rückt die Balearen erneut in den Fokus der Terrorismusbekämpfung, obwohl die Sicherheitskräfte betonen, dass diese Operationen Teil der Prävention und der kontinuierlichen Überwachung globaler Bedrohungen sind.