Gewerkschaft lehnt Ausnahmeregelungen für die katalanische Sprache bei schwer zu besetzenden Stellen im öffentlichen Dienst ab

Die Gewerkschaft CCOO weist die Auffassung zurück, dass „schwierige Themenbereiche“ eine Ausrede seien, um die sprachlichen Anforderungen zu senken, und prangert den fehlenden Dialog mit der Regierung an.

ARA Balears
06/02/2026

PalmeDie Regierung der Balearen finalisiert neue Ausnahmen von der Katalanisch-Sprachpflicht für bestimmte technische Positionen im öffentlichen Dienst, die als schwer zu besetzen gelten. Diese Maßnahme hat bereits heftigen Widerstand der Gewerkschaften hervorgerufen. Die Arbeitnehmerkommissionen (CCOO) der Balearen haben auf die Ankündigung reagiert und gewarnt, dass die Initiative einen „frontalen und ungerechtfertigten Angriff“ auf die balearische Sprache und das Recht der Bürger auf katalanische Dienstleistungen darstelle.

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Die Gewerkschaft CCOO verurteilt, dass der Vorschlag ohne vorherige Ankündigung oder Verhandlungen mit den Gewerkschaften vorgelegt wurde. Dies zeige einmal mehr die mangelnde Bereitschaft der Regierung, in Fragen des öffentlichen Dienstes einen Konsens zu erzielen. „Davon hören wir zum ersten Mal“, erklärt die Gewerkschaft und betont, dass die Wege der Tarifverhandlungen erneut umgangen würden. Die Gewerkschaft weist die Schwierigkeit, bestimmte Stellen zu besetzen, als Vorwand für die Einschränkung von Sprachrechten zurück und argumentiert, dass das Problem nicht die katalanische Sprache sei, sondern vielmehr das Fehlen einer soliden Personalpolitik. In diesem Zusammenhang weist die CCOO darauf hin, dass es durchaus Alternativen gebe, um diese Stellen attraktiver zu gestalten, wie etwa höhere Zulagen für schwer zu besetzende Stellen, Gehaltsanpassungen und den Abbau bürokratischer Hürden, die nichts mit beruflicher Kompetenz zu tun haben. Abschließend fordert die Gewerkschaft den sofortigen Rückzug des Vorschlags und die Aufnahme eines echten Dialogs mit den Gewerkschaften. Für die Organisation ist die Fokussierung auf Katalanisch als Problem eine ideologische Strategie, die strukturelle Probleme wie Arbeitsplatzunsicherheit, Schwierigkeiten beim Zugang zu Wohnraum und fehlenden politischen Willen zur Gewährleistung menschenwürdiger Arbeitsbedingungen im öffentlichen Dienst verschleiert. Gewerkschaftsquellen bekräftigen: „Die Sprache ist nicht das Problem.“