70 klinische Psychologen fordern die Regierung auf, Verträge ohne Spezialisierung im öffentlichen Gesundheitssystem für ungültig zu erklären.
Sie prangern an, dass der Gesundheitsdienst 16 nicht spezialisierte Psychologen in Primärversorgungszentren auf Mallorca, Menorca und Ibiza eingesetzt hat, und warnen davor, dass diese Maßnahme gegen staatliche Gesetze verstößt und die psychische Gesundheitsversorgung gefährdet.
Insgesamt 70 klinische Psychologen des balearischen Gesundheitsdienstes haben eine formelle Beschwerde gegen das Gesundheitsministerium eingereicht. Einstellung von Fachkräften ohne psychologische Spezialisierung In mehreren Primärversorgungszentren auf den Balearen wurde eine Klinik für psychische Gesundheit eingerichtet. Die Gruppe fordert die Aufhebung dieser Anstellungen und besteht darauf, dass die Stellen ausschließlich mit Fachkräften besetzt werden. Die von Rechtsanwalt Pablo Alonso de Caso vertretenen Fachkräfte betrachten diese Verträge als nichtig und gegen geltende Bestimmungen verstoßend. Laut der am 13. Januar 2026 eingereichten Klage hat der Gesundheitsdienst im vergangenen Jahr 16 Psychologen ohne klinische Spezialisierung eingestellt. Konkret erfolgten diese Anstellungen in neun Primärversorgungszentren auf Mallorca – darunter die in Arquitecto Bennàssar, Son Cladera, Portocristo und Son Servera –, auf Menorca – Canal Salat, Virgen del Toro, Dalt Sant Joan und Es Banyer – sowie in vier Einrichtungen in Misas.
Klinische Psychologen argumentieren, dass die staatliche Gesetzgebung eindeutig festlegt, dass nur klinisch-psychologisch spezialisierte Fachkräfte die im Leistungsspektrum des Nationalen Gesundheitssystems enthaltenen Leistungen erbringen dürfen. Sie verweisen in diesem Zusammenhang auf das Königliche Dekret 2490/1998, das Allgemeine Gesundheitsgesetz und das Gesetz zur Regelung der Gesundheitsberufe, die diese Funktionen Spezialisten mit abgeschlossener Facharztausbildung vorbehalten. Die Beschwerde betont, dass allgemeine Gesundheitspsychologen nur über begrenzte Kompetenzen verfügen und im öffentlichen Sektor keine klinisch-psychologischen Diagnose-, Behandlungs- und Interventionsaufgaben übernehmen dürfen. Laut der Gruppe verstößt die Einstellung von Fachkräften ohne diese Spezialisierung nicht nur gegen geltendes Recht, sondern kann auch die Qualität und die Gewährleistung der psychologischen Versorgung der Patienten gefährden. Aus all diesen Gründen fordern die 70 Unterzeichner, dass alle vergebenen Verträge für nichtig erklärt werden, die Stellen mit klinisch-psychologischen Fachkräften besetzt werden und die gesetzlichen Verfahren für den Zugang zum gesetzlichen Personal des Gesundheitswesens eingehalten werden.