Bildung wird die Anwesenheit von Freiwilligen in Bildungseinrichtungen regulieren
Die Aktivitäten müssen von akkreditierten Einrichtungen durchgeführt werden, mit definierten pädagogischen Zielen und ohne die Funktionen des Personals zu ersetzen
PalmaDas Bildungsministerium wird die Anwesenheit von Freiwilligen in Bildungseinrichtungen über die Organisationen, die die Plattform für Freiwilligenarbeit der Balearen integrieren, regeln. Die Initiative, die kürzlich den Bildungsberatern vorgestellt wurde, zielt darauf ab, einen gemeinsamen Rahmen zu schaffen, damit die Beteiligung von Freiwilligen an den Zentren mit klar definierten pädagogischen, organisatorischen und rechtlichen Kriterien erfolgt.
Laut den Unterlagen des Ministeriums muss jede Zusammenarbeit mit Schulen und Instituten zwingend über im regionalen Freiwilligenverzeichnis eingetragene Organisationen erfolgen. Darüber hinaus müssen alle Aktivitäten rein altruistischen und unbezahlten Charakter haben. Auf diese Weise kann die Überwachung der Initiativen gewährleistet und unregelmäßige Situationen oder unkoordinierte Handlungen innerhalb der Bildungseinrichtungen vermieden werden.
Das Dokument legt ferner fest, dass jedes Projekt die angestrebten Bildungs- und sozialen Ziele sowie die konkreten durchzuführenden Aktivitäten, die Handlungsrahmen der Freiwilligen und die Koordinations- und Überwachungsmechanismen präzise definieren muss. Das Ministerium betont insbesondere, dass die Beteiligung von Freiwilligen unter keinen Umständen die eigentlichen Aufgaben des Bildungspersonals ersetzen oder die Lehrtätigkeit oder spezialisierte Betreuung beeinträchtigen darf.
Übergreifende Kompetenzen
Der Vorschlag ist Teil der "Lernen-durch-Engagement" (LdE)-Methodik, einem pädagogischen Modell, das curriculare und kompetenzbasierte Lernerfahrungen mit realen Dienstleistungen für die Gemeinschaft kombiniert. Ziel ist es, dass die Schülerinnen und Schüler aus praktischer Erfahrung und durch Engagement für das soziale Umfeld lernen und dabei akademische, soziale und bürgerliche Kompetenzen entwickeln. Laut der den Beratern vorgelegten Präsentation zielt diese Methodik darauf ab, dass die Studierenden nicht nur theoretische Inhalte aufnehmen, sondern sich auch aktiv an der Lösung realer sozialer Bedürfnisse beteiligen. Dies beinhaltet die Arbeit an Fähigkeiten wie Kooperation, Empathie, Kommunikation, Teamarbeit und kollektiver Verantwortung.
Zu den Beispielen für Projekte, die gefördert werden könnten, gehören Initiativen zur Unterstützung gefährdeter Personen und Gruppen. Das Ministerium nennt zum Beispiel Aktivitäten zur Begleitung älterer Menschen und Besuche in Seniorenheimen, die es ermöglichen würden, "die Sprache, das historische Gedächtnis und soziale Fähigkeiten zu trainieren und gleichzeitig unerwünschte Einsamkeit zu bekämpfen". Diese Art von Projekten ermöglicht es laut Bildungsministerium, intergenerationelle Bindungen zu knüpfen und das soziale Bewusstsein der Schülerinnen und Schüler zu stärken.
Andere Initiativen würden sich auf Umwelt und Nachhaltigkeit beziehen. Das Dokument enthält Beispiele wie Kampagnen gegen Lebensmittelverschwendung, Projekte zur Reinigung und Wiederherstellung von natürlichen oder städtischen Räumen sowie Aktivitäten zur ökologischen Bewusstseinsbildung. Ebenso werden Kampagnen zur Förderung von Blutspenden, Erste-Hilfe-Kurse und Sensibilisierungsaktionen gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und andere Formen der Diskriminierung vorgeschlagen.
Reale Auswirkungen
Das Ministerium ist der Ansicht, dass diese Aktivitäten es ermöglichen, schulische Lernerfahrungen mit realen Problemen und Bedürfnissen des Gebiets zu verbinden. So kann die Schülerschaft im Klassenzimmer erworbene Kenntnisse in praktischen Kontexten anwenden und gleichzeitig ein Bewusstsein für ihre Rolle in der Gemeinschaft entwickeln.
An all diesen Projekten werden verschiedene Akteure beteiligt sein: die Studierenden, die Lehrkräfte, die Bildungseinrichtungen, die sozialen und ehrenamtlichen Organisationen und die Gemeinschaft, die die Endempfänger des Dienstes sein wird. Die Koordinierung zwischen all diesen Akteuren wird als Schlüssel angesehen, damit die Initiativen eine wirksame pädagogische und soziale Wirkung erzielen. Die allgemeinen Ziele des Modells sind „die Entwicklung akademischer und sozialer Kompetenzen, die Förderung einer aktiven Bürgerschaft und demokratischer Werte sowie die Reaktion auf reale Bedürfnisse des Gebiets“.
Das Dokument legt auch fest, welche Aktivitäten nicht als ApS (Service-Learning) betrachtet werden können. So wird hervorgehoben, dass diese Methodik nicht auf punktuelle Freiwilligenaktionen reduziert werden kann, die vom Lehrplan losgelöst sind, noch auf verdeckte Berufspraktika. Ebenso wird betont, dass es nicht nur darum geht, Solidaritätsaktionen zu organisieren, sondern diese in einen strukturierten pädagogischen Prozess mit definierten Lernzielen zu integrieren. „Es ist, mit pädagogischem Sinn zu lernen und zu dienen“, heißt es in der Präsentation des Ministeriums.