Diskriminierung

Neuer Fall von sprachlicher Diskriminierung in einem Imbiss in Palma: „Wenn Sie nicht Spanisch mit mir sprechen, verstehe ich Sie nicht.“

Die Beschwerdeführerin soll sich auf Katalanisch an den Verantwortlichen des Geschäfts gewandt haben, woraufhin dieser ihr die Bedienung verweigerte.

ARA Balears
12/02/2026

PalmeEin weiterer Fall von sprachlicher Diskriminierung ereignete sich auf Mallorca, diesmal in einem Imbiss im Palmaer Stadtteil Vileta. Laut Aussage der Beschwerdeführerin ereignete sich der Vorfall am Mittwoch in einem Lokal, das Brathähnchen und Brötchen verkauft. Die Betroffene wollte dort ein halbes Hähnchen essen.

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Der Verantwortliche des Lokals erklärte ihr jedoch, dass er sie nicht verstehen würde, wenn sie kein Spanisch spräche. Die Frau wiederholte sich daraufhin langsamer und deutete auf das Schild mit der Werbung für Hähnchen zum Mitnehmen. Als derjenige, der ihr helfen sollte, sich weiterhin weigerte, fragte die Frau, ob es noch jemanden im Lokal gäbe, der ihr helfen könne. „Das ist kein mallorquinisches Geschäft“, erwiderte der Manager. Die Frau entgegnete jedoch, dass sich ihr Geschäft auf Mallorca befinde, wo Katalanischsprachige das Recht hätten, sich in ihrer Sprache auszudrücken.

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Infolgedessen verlangte die Kundin, die nicht bedient worden war, ein Beschwerdeformular vom Lokal und meldete den Vorfall der Verbraucherzentrale. Auf ihrem Social-Media-Profil erklärte sie außerdem, dass sie beim Verlassen des Lokals von zwei Personen auf einem Motorrad angegriffen und verbal attackiert wurde. Die beiden riefen: „Leg dich nicht mit mir an, du Idiot!“ Die Begleiterin gab an, Katalanisch zu verstehen und sprechen zu können, weigerte sich aber, mit ihr zu reden. „Ich wollte zurückgehen, um ein zweites Beschwerdeformular zu verlangen, diesmal wegen der verbalen Attacke, aber man verweigerte es mir“, klagte das Opfer. „Wenn die Behörden dieser Diskriminierung nicht Einhalt gebieten, könnte sich die Situation verschlimmern. Heute waren es sehr unangenehme Beleidigungen und Einschüchterungen, und morgen könnte es zu einem tätlichen Angriff kommen“, fügte sie hinzu. „Wir diskriminieren niemanden aufgrund seiner Sprache oder Herkunft.“

Die Inhaberin des Lokals veröffentlichte am Donnerstag ein Video auf den Social-Media-Kanälen ihres Geschäfts, in dem sie jegliche Diskriminierung aufgrund der katalanischen Sprache zurückwies. Obwohl sie einräumte, dass es am Mittwoch zu einer angespannten Situation gekommen war, die eine Beschwerde eines Kunden zur Folge hatte, bestritt sie die Vorwürfe und versicherte, dass ihr Lokal niemanden aus diesem Grund diskriminiere. Das Video war bis auf den Schluss auf Spanisch, den sie mit den Worten „Wir möchten uns auch bei all unseren Kunden bedanken, die uns weiterhin ihr Vertrauen schenken – und es sind so viele von Ihnen!“ abschloss.

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