Zugang zu Pornografie

Jeder dritte Minderjährige auf den Balearen hat Pornografie im Internet gesehen

Der Bericht über digitales Wohlbefinden zeigt auch, dass mehr als die Hälfte der Grundschüler ein eigenes Handy hat und dass 14,1 % Anzeichen von emotionalem Unbehagen aufweisen.

ARA Balears
08/06/2026 - 15:04 h.

PalmaMehr als die Hälfte der Schüler der fünften und sechsten Klasse der Grundschule auf den Balearen besitzen ein eigenes Mobiltelefon. Dies ist eine der wichtigsten Schlussfolgerungen des Berichts "Kindheit, Jugend und digitales Wohlbefinden auf den Balearen", der auch zeigt, dass jeder dritte Minderjährige Pornografie im Internet gesehen hat und dass 14,1 % klare Symptome von emotionalem Unbehagen aufweisen.

Die Studie, die von Unicef Spanien, Red.es, der Universität Santiago de Compostela und dem offiziellen Kollegium für Informatik auf den Balearen (COIIB) erstellt wurde, wurde an diesem Montag im Parlament vorgestellt. Die Untersuchung basiert auf einer Umfrage unter 2.657 Schülern im Alter von 10 bis 20 Jahren auf den Inseln.

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Die Daten verdeutlichen die hohe Präsenz digitaler Technologien im Alltag von Kindern und Jugendlichen. So besitzen 56 % der Schüler der letzten Grundschuljahre bereits ein eigenes Handy, während 95 % der Jugendlichen mindestens in einem sozialen Netzwerk aktiv sind.

Der Bericht warnt auch vor den Risiken, die mit der intensiven Nutzung von Technologien verbunden sind. Laut der Studie nutzen 17,5 % der Jugendlichen soziale Netzwerke problematisch, eine Situation, die die Forscher mit möglichen Auswirkungen auf das emotionale Wohlbefinden und die persönlichen Beziehungen in Verbindung bringen.

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In Bezug auf Videospiele liegt der Prozentsatz der jungen Menschen, die Anzeichen einer möglichen damit verbundenen Störung aufweisen, bei 0,9 %. Darüber hinaus stellt die Studie fest, dass 1,9 % der Jugendlichen als problematische Spieler im Bereich der Wetten und des Online-Glücksspiels betrachtet werden können.

Während der Vorstellung des Berichts betonte der wissenschaftliche Leiter der Forschung, Antonio Rial, die Notwendigkeit, eine gesunde Nutzung von Technologien zu fördern und sowohl Familien als auch Bildungseinrichtungen in die digitale Begleitung von Minderjährigen einzubeziehen. Die Schlussfolgerungen der Studie zeichnen ein Szenario, in dem die Digitalisierung Teil der Alltagsjugend ist, zeigen aber auch die Notwendigkeit, die damit verbundenen Risiken anzugehen.