Die PSOE prangert fast 15.000 Abmeldungen in Palma an und fordert eine Untersuchung durch das Gericht.
Die Sozialisten fordern Aufklärung darüber, was diese Maßnahme verbirgt, was den Verlust von Rechten wie dem Zugang zu Gesundheitsversorgung, Bildung oder dem Wahlrecht impliziert.
PalmeDie PSOE Palma Die Sozialistische Partei hat den Stadtrat wegen massenhafter Abmeldungen aus dem Melderegister angeprangert. Laut ihren Berechnungen sind davon zwischen 2024, 2025 und den ersten beiden Monaten des Jahres 2026 insgesamt 14.893 Menschen betroffen. Dies entspricht einem Anstieg von 66 % gegenüber 2021 und 2022 und ist besonders besorgniserregend für ein Viertel wie Pere Garau. Die Sozialisten kündigten daraufhin an, eine interne Untersuchung zu fordern, um die Kriterien und den Umfang dieser Praxis zu klären.
Der Sprecher der Sozialisten im Stadtrat, Xisco DucrósDucrós bezeichnete die Ereignisse als „äußerst ernst“ und beispiellos. Sie erklärte: „Das ist keine Verwaltung, sondern eine klare Verfolgungsstrategie.“ Sie warnte davor, dass die Streichung dieser Menschen aus dem Melderegister ihnen den Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen wie Gesundheitsversorgung und Bildung verwehre und ihr Wahlrecht einschränke. Ducrós argumentiert, dass diese Politik auch direkte Auswirkungen auf die kommunale politische Repräsentation haben könnte, da der Verlust registrierter Einwohner zu weniger Stadträten führen könnte. Martínez mache es denjenigen, die mit den größten Schwierigkeiten zu kämpfen haben, unmöglich, in Palma zu leben, und „vertreibt sie aus ihrer eigenen Stadt, anstatt Lösungen vorzuschlagen.“ 15.000 weniger registrierte Einwohner könnten bis zu drei Stadträte weniger bedeuten. Die Sozialisten bringen diesen Anstieg der Abmeldungen mit dem politischen Kontext der letzten Monate in Verbindung, der von den wiederholten Forderungen der Partei Vox nach einer „Säuberung“ des Melderegisters geprägt war. Sie verweisen außerdem auf jüngste Entscheidungen des Regierungsteams, wie etwa die umstrittene Anfrage des Sozialamts nach Listen von Personen in sozialen Notlagen mit dem Ziel, deren Meldestatus zu überprüfen.
Diese Forderung wurde von der Stadträtin unterstützt. Lourdes RocaDie Maßnahme löste Kontroversen aus, da sie beispiellos ist und besonders schutzbedürftige Gruppen betrifft. Mehrere Oppositionelle warnten, dass diese Initiative zur Streichung gefährdeter Personen aus dem Melderegister führen könnte, was die PSOE nun mit dem Anstieg der festgestellten Abmeldungen in Einklang bringt. „Die Menschenrechte in Palma dürfen nicht von der Laune eines Bürgermeisters abhängen“, schloss Ducrós und forderte eine sofortige Untersuchung.
Daten
Die PSOE (Spanische Sozialistische Arbeiterpartei) in Palma erhielt nach einem Informationsantrag Zugang zu den Volkszählungsdaten, nachdem sie auf Anweisung des Stadtrats von Palma (Cort) einen deutlichen Anstieg der Abmeldungen festgestellt hatte. Die Daten, aufgeschlüsselt nach Jahren, lauten wie folgt:
- 2021: 5.406
- 2022: 3.533
- 2023: 2.614
- 2024: 6.475
- 2025: 7.339
- 2026 (bis Februar): 1.079
So hat sich die Zahl der Stornierungen im Jahr 2024 im Vergleich zu 2023 fast verdreifacht und im Vergleich zu 2022 fast verdoppelt. Im Jahr 2026 erreichte die Zahl der Stornierungen innerhalb von nur zwei Monaten fast die Hälfte des Gesamtwertes von 2023.
„Das Wählerverzeichnis ist ein lebendiges Gebilde.“
Bezüglich der Streichung von fast 7.500 Personen aus dem Melderegister im vergangenen Jahr erklärte der Bürgermeister, dass das Register ein „lebendiges Dokument“ sei und die öffentlichen Verwaltungen verpflichtet seien, es zu aktualisieren. Diese Streichungen, so Martínez, könnten automatisch oder auf Antrag von Grundstückseigentümern erfolgen, was der häufigste Fall sei. „Wir haben sogar Fälle gefunden, in denen 15 Personen unter derselben Adresse gemeldet sind, weil in der Vergangenheit keine Überprüfung stattgefunden hat“, nannte er als Beispiel. Er gab außerdem an, dass die Zentralregierung etwa 5.000 in Palma gemeldete Personen aus dem Melderegister gestrichen habe, die Gründe dafür seien ihm jedoch nicht bekannt. „Ich möchte die Grundlage für diese Entscheidung erfahren und wissen, wo diese Personen gemeldet waren oder eben nicht“, sagte er. Er fügte hinzu, dass zwar keine zusätzlichen Kontrollkräfte zur Verhinderung von Meldebetrug eingesetzt worden seien, man aber weiterhin alle rechtlichen Verfahren einhalte.