GEN denunziert vor dem Staat die Erweiterung des Flughafens von Ibiza
Die Umweltorganisation fordert die Einstellung der DORA III-Projekte und warnt, dass die Kapazitätserhöhung gegen den geltenden Masterplan verstößt
IbizaDie GEN-GOB hat eine Beschwerde bei der Generaldirektion für Zivilluftfahrt, dem Ministerium für den ökologischen Wandel, dem Ministerium für Verkehr und nachhaltige Mobilität und der staatlichen Luftfahrtsicherheitsbehörde gegen die Pläne von AENA zur Kapazitätserweiterung des Flughafens von Ibiza eingereicht. Die Organisation ist der Ansicht, dass die im Document of Airport Regulation (DORA III) vorgesehenen Projekte den geltenden Masterplan verletzen und den wirtschaftlichen Nutzen über das allgemeine Interesse und den Schutz des Territoriums stellen.
Laut GEN legte der Masterplan des Flughafens, der 2010 genehmigt wurde, einen Verkehr von 5,67 Millionen Passagieren pro Jahr fest, mit einem Maximum von 7 Millionen. Im Gegenteil, der Flughafen überschreitet bereits 9 Millionen Reisen und AENA plant, die Kapazität im Rahmen von DORA III (2027-2031) auf 10 Millionen zu erhöhen.
Die Umweltschützer argumentieren, dass diese Erhöhung ohne formelle Änderung des Masterplans vorangetrieben wird, und fordern daher die vorsorgliche Aussetzung der im DORA III vorgesehenen Projekte. Sie fordern auch eine Reduzierung der Anzahl der Flüge, um den Verkehr an die im geltenden Dokument festgelegten Grenzen anzupassen und die Bedürfnisse der ansässigen Bevölkerung zu priorisieren. In der Beschwerde warnt die GEN, dass diese Erhöhung den Druck auf die Wasser-, Gesundheits- und Straßeninfrastruktur von Ibiza verschärfen wird und sich auch negativ auf die natürliche Umwelt und die Lebensqualität der Einwohner auswirken wird.
Die GEN kritisiert auch den Präsidenten des Consell d'Eivissa, Vicent Marí, dem sie vorwirft, sich an die Interessen von AENA anzuhängen, anstatt die der Insel zu verteidigen. Die Organisation hält diese Haltung für "eines öffentlichen Amtes unwürdig" und argumentiert, dass die Inselinstitutionen auf die Verteidigung des allgemeinen Interesses verzichtet haben.