Der Aufstieg der Kiefer nach Pollença in einem Sant Antoni, gekennzeichnet durch das Überlaufen des Stammes und des Wassers

Der Baum, der vor Joan Rebassas Besteigung 22 Meter hoch war, wurde zuerst oben und dann zehn Meter unterhalb des Stammfußes überquert.

Bruno Rodríguez
18/01/2026

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PollençaTrotz eines verregneten Tages und eines umgestürzten Stammes beim Transport wurde die Pinie von Pollença endlich aufgestellt. Der 17-jährige Joan Rebassa vollbrachte diese Leistung gegen 21:50 Uhr auf der dicht gedrängten und emotionalen Plaça Vella nach einem so intensiven und unerwarteten Tag. Mit der nun endlich an ihrem Platz stehenden Pinie hat Pollença die Sant-Antoni-Feierlichkeiten zu einem unvergesslichen Jahr abgeschlossen.

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Der Tag begann um 9:30 Uhr mit dem Gottesdienst zu Ehren des Heiligen Antonius in der Pfarrkirche Unserer Lieben Frau von den Engeln. Um 10:00 Uhr erfüllte die traditionelle Zeremonie des Aufstellens der Kiefer und der Segnung der Tiere erneut die Straßen der Stadt, bevor sich der Fokus auf die Kiefer richtete. Zahlreiche Hunde und Pferde, aber auch Kaninchen und sogar ein paar Hamster waren zu sehen. Um 11:30 Uhr machte sich die gesamte Gemeinde Pollença von La Almoina aus auf den Weg nach Ternelles, um die Kiefer abzuholen, begleitet von den Xeremiers Orats und den Xeremiers de la Font del Gall. Untermalt von traditionellen Liedern, Gesängen und dem Duft von Kräuterweihrauch teilten sich ganze Familien, Jugendliche, Ältere und Freundesgruppen die Reise und bekräftigten so das Gemeinschaftsgefühl, das das Aufstellen der Kiefer zu weit mehr als nur einem Fest macht.

In Ternelles herrschte trotz der Wettervorhersage Optimismus. Gegen 13:00 Uhr regnete es kurz, was jedoch weder das gemeinsame Mittagessen noch die gute Stimmung trübte. Die Kiefer, die zu diesem Zeitpunkt etwa 22 Meter hoch war, verließ Ternelles um 14:00 Uhr und machte sich auf den Weg in die Stadt – der Beginn einer langen und beschwerlichen Reise. Das Wetter sollte jedoch den Verlauf der Prozession bestimmen. Ab 17:00 Uhr begann es stark zu regnen, und obwohl die Intensität später nachließ, regnete es den Großteil des Abends weiter, was die ohnehin schon schwierige Reise noch beschwerlicher machte. Trotz des anhaltenden Regens dehnte Pollença die Kiefer unbeirrt durch die Straßen in Richtung Plaça Vella aus, ohne anzuhalten oder auf den Regen zu achten – getreu einem Ritual, das die Stadt unter allen Umständen durchführt.

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Die Kiefer ist in Pollença angekommen, doch ihr Weg ins Stadtzentrum verlief ereignisreich. Gegen 19:30 Uhr, als der Stamm bereits auf der Plaça Vella stand, ereignete sich der erste Einsturz an der Spitze: Ein Ast, etwa zwei Meter von der Krone entfernt, prallte gegen eine Mauer, als Menschen drängten. Der Vorfall sorgte für Momente der Anspannung und Unsicherheit unter den Anwesenden.

Etwa fünfzehn Minuten später stürzte die Kiefer erneut um, diesmal etwa zehn Meter vom Stamm entfernt, begleitet von einem ohrenbetäubenden Knall, der die Besorgnis noch verstärkte. Schließlich blieben etwa zehn Meter des Stammes aufrecht stehen, was eine Umstrukturierung der Veranstaltung erforderlich machte.

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Das Ritual wurde jedoch nicht unterbrochen. Die Kiefer wurde auf dem Platz wieder aufgerichtet, und mit Einbruch der Dunkelheit war der Höhepunkt erreicht. Nach einem Tag voller Schwierigkeiten hob Joan Rebassa den Baumstamm hoch und brachte ihn nach oben. Damit entlud sich die aufgestaute Emotion einer Stadt, die diesen Tag mit ganzem Herzen erlebt hatte.

Mit der Kiefer endlich an ihrem Platz beendete Pollença Sant Antoni auf ihre ganz eigene Art: mit Stolz, mit Ausdauer und dem Beweis, dass die Stadt selbst dann, wenn alles schiefgeht, in der Lage ist, das Ritual aufrechtzuerhalten. Denn die Kiefer ist nicht nur ein Baumstamm, der gerade auf einem Platz steht, sondern ein Lebensgefühl, das Jahr für Jahr weiterlebt.

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