Luxus

Der Luxus quillt über aus El Born und kolonisiert neue Straßen von Palma

Die Sättigung von Born und Sant Miquel zwingt internationale Marken und neue Investoren, sich in Richtung Jaume III, Sant Nicolau und Colom auszubreiten

ARA Balears
20/05/2026

PalmaPalma konsolidiert sich weiterhin als eines der wichtigsten Luxus-Einkaufsziele im Mittelmeerraum, aber der Erfolg der traditionellen Achsen im Zentrum verursacht einen Nebeneffekt: die Sättigung des Passeig del Born und der Carrer de Sant Miquel. Diese Situation treibt neue aufstrebende Handelsflächen voran, insbesondere in Jaume III, Sant Nicolau und Carrer Colom, die bei internationalen Marken und Investoren an Bedeutung gewinnen.

So heißt es in dem Bericht Retail 2025 von Gesvalt und aRetail, der hervorhebt, dass die Balearen-Hauptstadt dank des Bevölkerungswachstums, der Konsolidierung des „Premium“-Tourismus und des steigenden Konsums eine Zeit starker Handelsdynamik erlebt.

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Laut der Studie bleibt das Born-Viertel Palmas das große Schaufenster des Luxus, mit Marken wie Louis Vuitton, Max Mara, Hugo Boss oder Sandro. Allerdings ist die Verfügbarkeit von Geschäftsräumen praktisch nicht vorhanden: Derzeit gibt es keine freien Flächen mehr von den 42 bestehenden Geschäften. Dieser Mangel an Angebot zwingt viele Marken, Alternativen in umliegenden Straßen zu suchen, insbesondere in der Jaime III und ihrer Umgebung.

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Der Bericht weist darauf hin, dass das Born klar von Mode- und Luxusgeschäften dominiert wird, die 57 % der kommerziellen Aktivität ausmachen. Auch die Gastronomie (17 %) und Dienstleistungen (14 %) spielen eine Rolle. Was das Massenmarktsegment betrifft, so ist die Hauptachse weiterhin San Miguel und der Platz Marqués de Palmer. Aber die Situation ist ähnlich: Von den 104 bestehenden Lokalen ist nur noch eines frei. Tatsächlich werden laut Analyse viele Verträge abgeschlossen, bevor der ehemalige Mieter den Laden verlässt.

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In dieser Gegend konzentriert sich die Mode auf 62 % des kommerziellen Angebots, gefolgt von Dienstleistungen (14 %) und Gastronomie (11 %). Angesichts dieses immobilien- und kommerziellen Drucks beginnen auch die Straßen San Nicolás und Colón, das Interesse neuer internationaler Betreiber und Investoren zu wecken, die nach Räumlichkeiten mit mehr Verfügbarkeit im Zentrum von Palma suchen.

Der Bericht hebt auch das wachsende Investitionsinteresse hervor, das die Stadt weckt. Laut der Studie sind das Born und San Miguel derzeit die bevorzugten Gebiete für staatliche Investorenfamilien, mit Renditen, die bereits bei rund 4,5 % liegen. Die Autoren der Analyse gehen davon aus, dass sinkende Zinssätze neue kommerzielle Immobilientransaktionen begünstigen könnten, die bisher zum Stillstand gekommen waren.

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Die Preisunterschiede zwischen den wichtigsten Einkaufsstraßen weiten sich ebenfalls weiter aus. Am Paseo del Born liegen die Gewerbemieten zwischen 65 und 220 Euro pro Quadratmeter, während sie in der Calle de San Miguel zwischen 20 und 135 Euro pro Quadratmeter liegen.