Sättigung

Das Forum der Zivilgesellschaft warnt, dass der Übergang zu einem nachhaltigen Modell auf Mallorca „praktisch nicht existent“ sei.

Die Organisation warnt davor, dass die Insel auf einen „langsamen, aber sicheren Zusammenbruch“ zusteuert, wenn nichts unternommen wird.

ARA Balears
29/01/2026

Das Forum der Zivilgesellschaft warnte davor, dass der Übergang zu einem ausgewogeneren, gerechteren und nachhaltigeren Modell auf Mallorca „praktisch nicht existent“ sei. Dies ist eine der Hauptschlussfolgerungen des Berichts „Schlüsselindikatoren für den Wandel bis 2025“, der auch auf eine „Stagnation“ der Elemente hinweist, die soziale, ökologische und wirtschaftliche Veränderungen ermöglichen sollten. Die Studie, die am Donnerstag im Estudi General Lul·lià im Rahmen der Aktivitäten der Klimaakademie vorgestellt wurde, identifizierte laut Europa Press einen stetigen Anstieg des menschlichen Drucks und eine zunehmend besorgniserregende Wohnungskrise auf der Insel. Wenn dieser Trend nicht korrigiert werde, so die Warnung an die Vertreter des Forums während der Präsentation, werde Mallorca aufgrund von Faktoren wie der Klimakrise, politischer Instabilität und der Monokultur des Tourismus zu einem „Szenario wachsender Verwundbarkeit“. Die Gesamtschlussfolgerung der Studie, die jeden dieser Übergänge separat behandelt, lautet, dass der Wandel „sehr langsam und ungleichmäßig“ verlaufe. Ohne ein „entschlosseneres und koordiniertes“ Eingreifen wird sich ein „nicht nachhaltiges“ Modell verfestigen, die soziale Verwundbarkeit erhöhen, die Bodendegradation vorantreiben und eine Wirtschaft aufrechterhalten, die „kaum widerstandsfähig gegenüber künftigen Krisen“ ist. Angesichts dieser Situation haben die Autoren des Berichts, wie das Forum in einer Erklärung betonte, der gesamten mallorquinischen Gesellschaft, den Unternehmen, Gewerkschaften und politischen Parteien die Einrichtung einer gemeinsamen Beobachtungsstelle vorgeschlagen, um zu bewerten, wie der Übergang zu einem Wirtschaftsmodell gelingen kann, das die Auswirkungen des Klimawandels abmildert. Menschlicher Druck und Wohnraum

Ein zentraler Punkt der Studie ist der zunehmende Druck auf die Bevölkerung, der durch den Anstieg der Touristenzahlen und das Bevölkerungswachstum entsteht. Dieser Anstieg, so die Autoren, ist durch eine wachsende soziale Verwundbarkeit gekennzeichnet, insbesondere aufgrund der finanziellen Belastung durch den Zugang zu Wohnraum, der sich zu einem der größten Hindernisse für den sozialen Wandel entwickelt hat. Dieser Druck führt auch zu einer stärkeren Belastung der natürlichen Ressourcen, der Dienstleistungen, der Infrastruktur und der Nachhaltigkeit des Gebiets. Wenn dieser Trend nicht eingedämmt wird, prognostiziert der Bericht, dass Mallorca bis 2050 jährlich 56 Millionen Touristen und 1,5 Millionen Einwohner verzeichnen könnte. Die Studie hebt auch die Nutzung von Privatfahrzeugen hervor. In dieser Hinsicht belegt Mallorca laut Studie den zweiten Platz im nationalen Vergleich hinsichtlich der im Stau verlorenen Zeit, mit durchschnittlich 17 Minuten pro Tag für Fahrten von nur zehn Kilometern. Die Autoren des Berichts heben zudem die sich verschärfende Dürre hervor, die mit dem gestiegenen städtischen Konsum, dem deutlich über dem nationalen Durchschnitt liegenden Pro-Kopf-Abfallaufkommen und dem trotz Fortschritten „zu langsamen“ Ausbau erneuerbarer Energien zusammenhängt.

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Verankert im Tourismus

Laut dem Forum ist Mallorcas Wirtschaftsmodell weiterhin stark vom Tourismus abhängig und daher wenig diversifiziert. 70 % aller registrierten Unternehmen auf der Insel sind im Dienstleistungs- und Gastgewerbe tätig. Die übrigen Sektoren stagnieren oder verzeichnen nur geringfügiges Wachstum, wobei die Landwirtschaft, insbesondere der ökologische Landbau, positive Entwicklungen verzeichnet.