ANACA kritisiert das Management und die mangelnde Transparenz des Stadtrats von Alcúdia im Kabelprojekt

Die Plattform weist auf Mängel bei der Veröffentlichung von Veranstaltungen, der Änderung kommunaler Dokumente und auf einen Mangel an institutioneller Klarheit in einem Schlüsselprojekt zur elektrischen Vernetzung hin.

ARA Balears
22/02/2026

Die Plattform ANACA (Neues Abkommen für das Alcúdia-Kabel) hat erneut die Vorgehensweise des Stadtrats von Alcúdia beim Stromverbindungsprojekt PENBAL-2 kritisiert und vor mangelnder Transparenz und technischer Konsistenz in entscheidenden Projektphasen gewarnt. Laut der Organisation, die Anwohner und Bürgerinitiativen der Gemeinde vereint, zeigen sich diese Mängel insbesondere in der verfügbaren Dokumentation und in der Reaktion der Stadtverwaltung auf die von Red Eléctrica de España (REE) vorgeschlagene Routenänderung. Dieses Projekt, das die Stromverbindung zwischen der Iberischen Halbinsel und den Balearen stärken soll, war in den letzten Monaten Gegenstand öffentlicher und administrativer Debatten. Eine Routenvereinbarung bezog verschiedene Institutionen, darunter auch den Stadtrat von Alcúdia, mit ein. ANACA ist der Ansicht, dass nicht alle Beteiligten klar und verständlich informiert wurden. Zwei Ansichten zum Thema Transparenz

In einer kürzlich veröffentlichten Stellungnahme hob ANACA mehrere Streitpunkte hervor: von fehlenden Schlüsseldokumenten wie den Protokollen der Arbeitsgruppensitzungen bis hin zu angeblichen Änderungen an technischen Dokumenten, die auf der Website der Stadt veröffentlicht und angeblich nicht erläutert wurden. Laut der Plattform hindert dies die Bürger daran, die getroffenen Entscheidungen kritisch zu bewerten. Der Stadtrat von Alcúdia hat diese Vorwürfe in der Zwischenzeit mehrfach zurückgewiesen. Er betonte, die Streckenführung sei technisch mit REE (Red Eléctrica de España), der Balearenregierung, dem Rat von Mallorca, Anwohnervertretern und der lokalen Verwaltung abgestimmt worden, und es seien keine Informationen absichtlich zurückgehalten worden. Der Stadtrat erstattete sogar Anzeige bei der Guardia Civil wegen der seiner Ansicht nach unbegründeten Anschuldigungen gegen seine Integrität. Diese Auseinandersetzung verdeutlicht, dass trotz der Ankündigung einer „umfassenden und ausgehandelten“ Vereinbarung weiterhin erhebliche Diskrepanzen zwischen Institutionen und Anwohnergruppen hinsichtlich der veröffentlichten und verarbeiteten Informationen sowie deren tatsächlicher Zugänglichkeit bestehen. Kritik von mehreren Seiten

ANACA hinterfragt nicht nur die Transparenz des Stadtrats, sondern auch die territoriale Stimmigkeit der gewählten Option. Diese hält sie für technisch veraltet und sozial ungerechtfertigt, insbesondere angesichts der veränderten lokalen Energie- und Raumbedingungen, wie der geplanten Stilllegung des Wärmekraftwerks Murterar und der anstehenden neuen öffentlichen Nutzung städtischer Flächen. Hinzu kommen weitere Kritikpunkte der Anwohnerinitiative, etwa die mögliche Unvereinbarkeit der Kabeltrasse mit städtischen Infrastrukturprojekten wie den Abwassersystemen von Bonaire und Mal Pas. Laut ANACA wurde dies bei der gemeinsamen Planung ignoriert.

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Forderung nach mehr Klarheit und Kontrolle

All dies hat wiederholt Forderungen an den Stadtrat ausgelöst, sämtliche Dokumente zu PENBAL-2 detailliert zu veröffentlichen, darunter technische Berichte, Bewertungskriterien, Daten von Dokumentenänderungen sowie alle damit verbundenen wirtschaftlichen und administrativen Vereinbarungen. Ziel ist es, diesen Prozess für die Öffentlichkeit unmittelbar zugänglich und nachvollziehbar zu machen. Laut ANACA darf Transparenz bei einem Projekt, das Land, Häuser, landwirtschaftliche Betriebe und die kommunale Infrastruktur einer Stadt wie Alcúdia unmittelbar betrifft, weder teilweise noch verzögert sein.