Besorgnis an Schulen: Zehnjährige konsumieren bereits E-Zigaretten.
Das Polizei-Tutorenprogramm warnt vor den Risiken eines vorzeitigen Konsums, während das Mobbing in Schulen leicht zurückgeht.
Laut einem Bericht des Polizeilichen Tutorenprogramms für das Schuljahr 2024/25 hat das Dampfen unter Jugendlichen auf den Balearen sprunghaft zugenommen. Programmverantwortliche warnen, dass Schüler bereits mit zehn Jahren mit dem Dampfen beginnen – ein Alter, das sie als „sehr verfrüht“ und besonders besorgniserregend einstufen, da die Geräte leicht zu handhaben sind und das Bewusstsein für die Gesundheitsrisiken fehlt. Der Generaldirektor für Katastrophenschutz und Inneres der Balearenregierung, Pablo Gárriz, und der Koordinator des Polizeilichen Tutorenprogramms, Rafel Covas, erklärten auf einer Pressekonferenz, dass viele Jugendliche das Dampfen fälschlicherweise für weniger schädlich als Tabak halten und dass der Online-Kauf von Geräten die Aufsicht über Minderjährige erschwert. Obwohl die Regulierungen ausgeweitet werden, sei die Kontrolle des Dampfens schwieriger als die des Tabakkonsums, betonte Gárriz. Mobbing ist rückläufig.
Was Mobbing betrifft, zeigen die Zahlen erstmals seit Beginn der Pandemie einen leichten Rückgang. Im Schuljahr 2024/25 wurden 181 Fälle registriert, 5 % weniger als im Vorjahr. Auch andere Vorfälle gingen zurück: 49 % weniger Diebstähle und Raubüberfälle, 19 % weniger mutmaßliche Straftaten und 4 % weniger Sachbeschädigungen an Gebäuden und Fahrzeugen. Konflikte zwischen Schülern sanken um 8 %, Schulverweise um 35 % und die Identifizierung von Verdächtigen im schulischen Umfeld um 64 %. Schwere Auseinandersetzungen mit Lehrkräften blieben mit 130 Fällen gegenüber 131 im Vorjahr stabil.
Laut Gárriz belegen diese Daten die Wirksamkeit der Präventionsarbeit durch die 102 Schulverbindungsbeamten, doch „es bleibt noch viel zu tun, und wir dürfen nicht nachlässig werden“. Das Schulverbindungsbeamtenprogramm bietet Schülern Schulungen und Familien Informationen, um Mobbing vorzubeugen, Schulschwänzen entgegenzuwirken und riskantes Verhalten innerhalb und außerhalb der Schule zu reduzieren. Der Bericht stellt außerdem fest, dass im vergangenen Schuljahr 5.786 Interventionen durchgeführt wurden, davon 2.482 in Schulen, 3.029 mit Minderjährigen außerhalb der Schule und 275 in digitalen Umgebungen wie dem Internet und sozialen Medien.