<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:dcterms="http://purl.org/dc/terms/" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"  xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" version="2.0">
  <channel>
    <title><![CDATA[Ara Balears auf Deutsch - Feliu Formosa]]></title>
    <link><![CDATA[https://de.arabalears.cat/etiquetes/feliu-formosa/]]></link>
    <description><![CDATA[Ara Balears auf Deutsch - Feliu Formosa]]></description>
    <language><![CDATA[es]]></language>
    <ttl>10</ttl>
    <atom:link href="http://de.arabalears.cat:443/rss-internal" rel="self" type="application/rss+xml"/>
    <item>
      <title><![CDATA[Die Religion der Erinnerungen]]></title>
      <link><![CDATA[https://de.arabalears.cat/misc/die-religion-der-erinnerungen_129_5854130.html]]></link>
      <description><![CDATA[<p><em>Vincles,</em> von Feliu Formosa, in der renommierten Sammlung Jardins de Samarcanda von Cafè Central, ist ein wunderbar kluges und bewegendes Buch, ein Werk, in dem der Dichter die wesentlichen Fäden des Daseins neu zu verknüpfen scheint. Die zweiunddreißig Gedichte, aus denen der Band besteht, geschrieben in Sechssilbern, greifen eine Metrik auf, die der Autor bereits im <em>Llibre de les meditacions</em> erkundet hatte und die hier eine neue, zurückhaltendere und dennoch von hoher Intensität geprägte Atemweise annimmt. Das Buch liest sich im Lichte des <em>Cançoner</em>, eines seiner Meisterwerke, und diese Bedeutung wird in der Anmerkung, die den Band abschließt, explizit hervorgehoben. Es ist daher keine konventionelle retrospektive Übung, sondern vielmehr eine rein poetische Operation: zur eigenen Lebensgeschichte zurückzukehren, um zu entdecken, was Bestand hat und welche Worte dem Erlebten noch immer Gestalt verleihen können.Feliu Formosa schreibt aus seiner aktuellen Situation in einem Wohnheim, und die Erinnerung öffnet kontinuierlich Türen zu anderen Zeiten und Räumen, zu entscheidenden Episoden seines Werdegangs und zu Persönlichkeiten, die tiefe Spuren hinterlassen haben. Die Lektorenstelle in Heidelberg im Kurs 1959-1960, Maria Plans, Turin oder andere psychogeografische Orte erscheinen als Leuchttürme einer intimen Kartografie, in der die Ereignisse und Winkel Identitätsspeicher sind. Diese Fähigkeit, den gegenwärtigen Moment mit den aufeinanderfolgenden Schichten der Vergangenheit koexistieren zu lassen, verleiht dem Buch eine besondere Dichte: Jede Erinnerung ist eine Form, das wiederzubeleben, was begraben oder verloren geglaubt schien.Das Vorwort von Maria Enrich begleitet treffend diesen neuen und kostbaren poetischen Vorstoß, während die Präsenzen von Bertolt Brecht und Joan Vinyoli <em>Vincles</em> in eine literarische Genealogie einordnen, die das Genie aus Sabadell nicht nur aus der Gelehrsamkeit heraus, sondern vor allem aus einer schöpferischen Brüderlichkeit heraus anruft. Brecht ist ein wohltuender Schutzgeist, ein Gewissen, das dabei hilft, die zivilen und expressiven Möglichkeiten zu erhöhen, und die Augenzwinkern in Richtung Vinyoli, schon vom Titel her, sind Tribut an einen Meister und einen Freund. <em>Vincles</em> lädt dazu ein, scheinbar paradoxe Realitäten wieder zu verbinden: das Jetzt und das Gestern, aber auch den Dichter und jene Elemente, die einen mächtigen Lebensweg begründet haben. Im Grunde ist es ein Werk über die Notwendigkeit des Wieder-er-innerns im ursprünglichen Sinne, den Blai Bonet diesem Verb gab: das Erlebte noch einmal durch das Herz gehen lassen, damit es nicht völlig verschwindet. Formosa verwandelt eine solche Notwendigkeit in eine Form der Schöpfung und auch in eine Form des Trostes: Die Poesie kann die verlorene Zeit nicht wiederherstellen, nein, aber sie kann die höchsten Melodien daraus retten, die Überreste neu bedeuten und erreichen, dass ein Leben, indem es heraufbeschworen und wiedererschaffen wird, weiterhin Schönheit erzeugt. „<em>Vincles“,</em> ein gelassenes und zutiefst bewegendes Werk, bestätigt Feliu Formosa als einen der großen lebenden Meister der katalanischen Poesie, einen Titanen unter uns.</p>]]></description>
      <dc:creator><![CDATA[Jaume C. Pons Alorda]]></dc:creator>
      <guid isPermaLink="true"><![CDATA[https://de.arabalears.cat/misc/die-religion-der-erinnerungen_129_5854130.html]]></guid>
      <pubDate><![CDATA[Fri, 18 Sep 2026 17:53:51 +0000]]></pubDate>
      <subtitle><![CDATA[]]></subtitle>
    </item>
  </channel>
</rss>
